Archiv für Kinderwunsch Blog

Verfasst von Martina am 21 Nov 2008

Gesunder Lebenswandel schon während der Zeugung?

Immer wieder hört man, dass man sich gesund ernähren soll, Sport betreiben, nicht rauchen und vor allen Dingen nicht trinken. Erst Letztens habe ich das breite Spektrum an „Regeln“ kennen gelernt, das die Familienplanungspaare auch psychisch in der Thematik „Kinderplanung“ abzudecken haben.

Bei einem gut bekannten Pärchen war es so, dass sich der geplante Spross einfach nicht einstellen wollte und deshalb waren sie nach langem Hin und Her doch beim Spezialisten um einfach mal nachschauen zu lassen was es denn da haben könnte. Gott sei Dank oder Leider (je nachdem wie man es sehen möchte) konnte der Spezialist auf beiden Seiten nichts Auffälliges entdecken und gab an sich grünes Licht für die Bastelstunde. Allerdings war das ja nur die „gute“ Nachricht, die er parat hatte. Nach einem kurzen Seufzer der Erleichterung wurde Männlein und Weiblein mit einer schier unendlichen Liste an guten Ratschlägen zugetextet und dann mit guten Wünschen für die Kinderplanung entlassen. Die Worte: „gehen Sie es einfach entspannt an“ setzten dann der Kuriosität noch die Krone auf.

Hier ein paar Ratschläge zur Kinderplanung, die es doch (obwohl ja alles ok ist) zu bedenken gab:

  • Ernähren Sie sich gesund. Kochen Sie auch Ihrem Mann gesunde und ausgewogene Kost mit viel Gemüse.
  • bitte nicht zu viel Stress aussetzen und alles entspannter angehen
  • Auch Passivrauchen kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen
  • Zeigen Sie Ihrem Partner dass Sie ihn lieben auch währen der nicht-fruchtbaren Tage
  • machen Sie mehr Bewegung
  • bitte im Alkohol einbremsen

Das klingt ja auf den ersten Blick gar nicht so schlimm, aber wenn man diese Punkte einfach mal kombiniert klingt es nicht mehr so einfach und die Hoffnungen darauf bald einen kleinen Erdenbürger zu beherbergen schwinden doch erheblich.

Eine der unzähligen Kombinationen der Ratschläge und Ihre Auswirkungen:
Meine Bekannte stellte sich natürlich ab diesem Tag täglich an den Herd und kochte ausgewogene Kost aus einem Kochbuch, das Sie extra noch erstanden hatte. Nebenbei sei erwähnt, dass aufgrund der komischen Farben und Gestalten auf dem Teller jede Kocherei spätestens am Esstisch in eine Diskussion um komisch schmeckendes Gemüse (Ihr Mann ist wirklich kein Fan) und missglückten Rezepten ausbrach. Diese Diskussion endete meist im Streit, Unverständnis und für das Essen im Biomüll.

Gleichzeitig wurde meine Bekannte immer müder und unausgeglichener, fehlte Ihr doch durch die Kocherei die Stunde Mittagsschlaf (sie geht jeden Tag sehr früh arbeiten) und ganz nebenbei traute sie sich nicht mehr ihrem Mann nach einer gerauchten Zigarette zu zeigen, dass Sie ihn doch gerne hat. Passivrauchen ist ja schlecht.

Er im Gegenzug stellte das Rauchen etwas ein, war dafür noch angespannter und darüber hinaus immer hungrig. Das Glas Rotwein und die Kuschelstunde am Abend mussten auch weichen. Rotwein war ja tabu. Die Bewegung machten beide nur aus Gefälligkeit dem Anderen gegenüber und schon bald endeten die gut gemeinten Ratschläge einfach in Frust und Unlust der beiden.

Und zu allem Überfluss: Baby war nach weiteren 6 Monaten noch immer keines in Sicht.

Nach einem ernsten Gespräch über Kinderplanung und Beziehungsprobleme meinten dann beide, dass Sie mal einen netten Abend unter Freunden verbringen sollten.

Er zischte also los mit seinen Kumpels um eine Runde Fußball zu schauen und sie verabredete sich zum Mädelsabend in der Kneipe um die Ecke. Für beide wurde es ein feuchtfröhliches Ereignis. Am nächsten Morgen hatten beide einen richtigen Kater und beide einen Filmriss. Er wusste nicht mehr, wie er nach Hause gekommen war und sie nicht mehr, wie sie es ins Bett geschafft hatte.

Fest stand nur, nach 14 Tagen: Baby an Bord…

Seit dem sind wir auch fest überzeugt: man sollte doch alles locker angehen… wird schon werden.

Verfasst von Martina am 08 Nov 2008

Kinder planen?

Das ist die „aktuelle“ Frage bei uns im Haus. Wir sind an sich darüber ein gekommen, dass wir gerne ein Kind möchten (ich glaube, das war auch von Anfang an mehr oder weniger klar) aber im Moment geht es eher um die Frage, wann?

Wir stehen beide voll im Berufsleben und ehrlicherweise können wir uns im Moment nicht wirklich vorstellen den lieben Alltag aufgrund von Nachwuchs einfach mal so umzukrempeln, aber wenn man dann realistisch alle Faktoren zusammenzählt, die dem Status „Baby haben“ vorausgehen, dann dauert es ja doch ein ganzes Weilchen bis es dann mal soweit ist, dass Babyfläschchen, Windeln und Co den Alltag bestimmen und wie wenn das nicht genug wäre, habe ich immer gesagt, dass ich nach dem Studium nach ca. 5 Jahren ein Baby will und diese verhängnisvolle Zahl rückt näher und näher… der Stressfaktor dazu nicht ganz abzustreiten.

Unser Fazit: Kinderplanung ist kein kurzfristiges Ziel in der Lebensplanung.
Wenn man also mal ganz unbelastet einige Faktoren zusammenzählt, dann wird es doch ca. 1,5 Jahre dauern, bis dann der neue Erdenbürger tatsächlich unseren Alltag durcheinander bringt und wir auf schlaflose Nächte und augenberingte Tage umsteigen.

Wir kalkulieren das Ganze so: Pille absetzen (ok, das geht im Ernstfall recht schnell), Trockentraining 4 bis 8 Monate (und da sind wir nach dem Faktor „Pille absetzen“ wohl doch recht optimistisch), für Wachsen und Gedeihen rechnen wir die üblicherweise kalkulierten 9 Monate (und glauben, dass es bei uns nicht wesentlich kürzer oder länger dauern wird) – tja und dann sind wir genau bei den oben angeführten ca. 1,5 Jahren.

Und wer weiß was in 1,5 Jahren ist? Wir sind kurzzeitig mal dagesessen und haben in stiller Übereinkunft gerätselt wann wir denn wissen sollen, dass jetzt der richtige Zeitpunkt dafür ist, das Projekt zu starten? Wir haben ehrlicherweise gar keine Ahnung und um das Ganze noch zu Verkomplizieren habe ich noch die Überlegung in den Raum gestellt, dass Heiraten vor dem Kinderkriegen auch noch eine logische Folgerung wäre… oh Mann!

Der 5-Jahres-Faktor ist dann aufgrund des bleichen Gesichts meiner bessern Hälfte ziemlich schnell doch ein ganze Stück nach hinten gerückt und aus seiner plötzlichen geistigen Abwesenheit schließe ich, dass er wohl gleich anfing im stillen an den berühmten Satz zu üben, denn allein die Hochzeitsvorbereitung von etlichen unserer Bekannten hat im Schnitt 6 Monate gebraucht… wie soll man denn bei so einem Mega-Projekt einen Starttermin festlegen?

Verfasst von Martina am 26 Okt 2008

Kindergartenalltag – für mich was Neues.

Ich durfte diesmal dabei sein! Die Rede ist vom jährlichen Laternen-Fest. Klar, ist es noch lange nicht so weit, aber da ich und meine bessere Hälfte ja nicht zum richtigen Laternenfest anwesend sein konnten, durften wir bei der Probe im Kindergarten zuhören.

Gut Ding braucht eben Weile
Wir zwängten uns also in eine Ecke um möglichst unauffällig zu bleiben, da sich die Kleinen ja durch alles und jeden einfach mal ganz schnell ablenken lassen, und harrten der Dinge die da kommen sollten.

Da standen also nun unsere kleinen Stars im Halbkreis aufgestellt. Jeder hatte seine Laterne in der Hand, die natürlich schon vor einer Woche fertig geworden ist. Das Licht wurde auch angezündet, was durch die heutzutage verwendeten elektrischen Kerzchen nicht wirklich eine Herausforderung war und dann sollte es losgehen. Allerdings hatte Tante Beate die Rechnung ohne Lilly gemacht, die auf einmal ziemlich stark zu zappeln anfing und meinte: „Tante Platte, ich muss lulu.“

Und ja, wir geben es gerne zu: wir haben gelacht…

Tante „Platte“ war natürlich gleich zur Stelle und machte Lilly noch den Hosenknopf auf bevor sie sich wieder dem nicht mehr ganz so runden Halbkreis zuwandte. Da hieß es dann erst wieder die Reihe zu ordnen, Lukas’ Finger aus dem Ohr von Marvin zu nehmen und Laura noch schnell die Nase zu putzen.

Aber siehe da, nach diesem organisatorischen Meisterwerk war auch Lilly wieder zurück und konnte zurück in die Reihe. Wir warteten gespannt auf das „Go“…

Aber so weit sollte es nicht kommen. Die Kerze von Katharina war kaputt und das war wirklich fast ein Weltuntergang. Auch die schnell herbeigebrachte neue Kerze konnte Klein-Katharina kaum noch beruhigen. Da machte sich dann meine bessere Hälfte stark und nahm Katharina kurzerhand auf den Arm. Wir wollten ja schließlich noch das Lied hören bevor wir losfahren mussten.

Wir standen also, in trauter „Dreisamkeit“ zusammen und dann ging es los: „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne…“ schall es ziemlich laut und mit voller Begeisterung, zugegeben in nicht ganz richtiger Tonlage, durch den Kingergarten-Turnsaal und ich sang voller Begeisterung mit. Als mir dann Johannes noch ganz verlegen zuwinkte, war der Kindergartentag perfekt. Kindergartenkinder sind einfach herzig.

Verfasst von Martina am 25 Okt 2008

Mir scheint, ich brauche einen Babybauch

Ich bin kürzlich mit 2 meiner Freundinnen im Kaffeehaus gesessen und freute mich richtig mal wieder über die alten Zeiten plaudern zu können. Die Männer hatten wir ja in weiser Voraussicht zu Hause gelassen. Dass ich allerdings auch einfach daheim bleiben hätte können, war mir in den ersten Minuten unseres Zusammentreffens ja noch nicht klar. Aber ca. nach einer halben Stunde holte mich die Erkenntnis ein: entweder ich habe hier gar nichts zu suchen oder ich brauche einen Babybauch.

Gespräche während der Schwangerschaft sind nur für Insider.
Ich gebe zu, dass mich die Info über die letzte US ja noch ziemlich kalt lies, da ich über die Zusatzinformationen wie, man sah doch ganz genau wie er lag und dass er Daumen genuckelt hatte, ja doch darauf schließen konnte, dass US einfach die Abkürzung für die letzte Ultraschall-Untersuchung war.

Aber Abkürzungen wie SSW, HEB, GYN und ET brachten mich dann zugegebenermaßen ziemlich aus dem Konzept zudem diese Abkürzungen doch ziemlich rasch hintereinander verwendet und dann noch in einem Tempo ins Gespräch eingeworfen wurden, dass ich als nicht-schwangerer Zuhörer dem Gespräch gar nicht mehr folgen konnte.

Auf meine Frage ob wir noch deutsch in einer Erwachsenenrunde sprachen oder schon in den Kinder-Slang verfallen waren erntete ich nur böse Blicke. Ich war mir aber wirklich nicht sicher ob Mumu, Muki und Uhu Wörter sind, die ich mir ernsthaft aneignen sollte.

Aber die strafenden Blicke lösten sich in Null-Komma-Nichts in einen übermotivierten Schwall von Informationen auf als ich die Frage nach ihrer HEB und dem GVK in den Raum warf. So war es schlussendlich doch noch ein netter Abend, aber für meine Begriffe etwas zu baby-lastig.

Zum Schluss möchte ich an dieser Stelle noch kurz für alle nicht-schwangeren Leser auflösen über was hier gesprochen wurde:

SSW = Schwangerschaftswoche
HEB = Hebamme
GYN = Gynäkologe
ET = Entbindungstermin
MUMU = Muttermund
MUKI = alles war mit Mutter-Kind zu tun hat (Beispiel: Mutter-Kind-Pass)
UHU = unter 100 Tage bis zur Geburt
GVK = Geburtsvorbereitungskurs

Verfasst von Martina am 17 Okt 2008

Qualifikationen eines Taufpaten

Ich muss gestehen: das Thema spitzt sich langsam aber sicher zu. Habe ich relativ  entspannt mitbekommen wie meine bessere Hälfte die Taufe “seines” Schützlings hinter sich gebracht hat und schon von Geburt an bemüht war ein richtig guter Patenonkel zu sein, so habe ich mich bislang gut davor gedrückt.

Nicht, dass ich keine Kinder mögen würde und nicht, dass mir das Paten-Dasein nicht gefallen würde, aber bisher hat sich diese Thematik einfach noch nie ergeben, da in meiner Familie ja noch kein Zuwachs vorhanden ist und die mir näher bekannten Familiengründer diese Position einfach schon anderweitig ausgeschrieben hatten.

Aber nun wird die Sache doch langsam spruchreif und auch wenn es noch nicht einmal annähernd Nachwuchs gibt, und damit meine ich noch nicht mal in 9 Monaten, mache ich mir doch so meine Gedanken, über die Qualifikationen, die ein Pate mitbringen sollte.

Taufpate ist nicht gleich Taufpate
Ich bin seit meiner Taufe mit einem Taufpaten gesegnet, der mich nicht mal bei der Taufe selbst gehalten hat (ok, ich gebe zu, dass ich ewig laut und vor allem ausdauernd gebrüllt habe) und auch später nicht wirklich interessiert an meinem Heranwachsen war und ich darüberhinaus nicht mal behaupten kann, dass er mir jährlich die obligatorischen Weihnachts- und  Geburtstagsgeschenke zukommen lies. Also kurz gesagt: mein Taufpate war zwar nett, aber nicht wirklich dienlich.

Meine bessere Hälfte hingegen ist ein sehr engagierter Taufpate, der schon vor der Geburt den Kinderwagen gekauft hat, natürlich bei der Taufe alles springen hat lassen, dann über  längere Zeit hinweg öfter mal den Kinder-Belustiger gespielt hat und auch jetzt zu sämtlichen Anlässen wo er frei bekommt sein Patenkind sieht und natürlich auch entsprechend beschenkt. (Was ja grade für die Kleinen nicht ganz unwichtig ist.)

Was macht ein Taufpate?
Ich habe mir in den letzten Tagen doch einige Gedanken zu dem Thema gemacht und für mich ist es an sich selbstverständlich, dass mein Patenkind mal mit Geschenken überhäuft wird, ich es öfter mal zu Gesicht bekomme und es einfach weiß, dass da noch jemand außer Mama und Papa ist, dem es richtig auf die Nerven gehen kann, wenn es grade Lust hat. Aber traditionell gesehen ist ein Taufpate doch etwas mehr.

Der Taufpate begleitet den Täufling bei der Taufe und ist Zeuge der Sakramentsspendung. Der Taufpate hilft mit, dass der Getaufte ein christliches Leben führt und die damit verbunden Pflichten erfüllt. Der Taufpate ist ständiger Belgeiter des Täuflings und vesucht ihn im Leben zu begleiten, in zu unterstützen und ihm den richten Weg im Leben zu zeigen… das klingt dann für mich nicht mehr ganz so einfach und grade den richtigen Weg zu zeigen stelle ich mir wahnsinnig schwierig vor. Ich bin gespannt wie ich das mal meistern werde.

Verfasst von Martina am 10 Okt 2008

Kastanien und anderes Kinderspielzeug aus der Natur

Ich habe kürzlich festgestellt, dass ich doch ein richtiger Natur-Spielzeug-Liebhaber bin in einer Gesellschaft in der Plastik und Dingl-Dangl-Computerspiele die Welt regieren. Gibt es doch nichts Schöneres als einen lieben Kleinen an der Hand zu schnappen und unter herbstlich gefärbten Bäumen Kastanien zu sammeln.

Kann man hier doch nicht nur den fast unablässigen täglichen Spaziergang mit etwas Aktion füllen sondern einfach eine Grundlage für den nächsten Bastelabend schaffen, ohne lange im Einkaufzentrum nach den passenden Materialien zu suchen. Und wenn man als Erwachsener ohne Kinder einen Spaziergang durch die Herbstlandschaft unternimmt, ist man fast neidisch, dass man keine kleine “Ausrede” an der Hand hat, die einem das Sammeln von Kastanien erlaubt.

Kinderbeschäftigung geht ganz von alleine.
Habe ich letztes Wochenende erst erlebt, wie meine Fast-Nichte, voller Freude all Ihr Hightech-Kinderspielzeug in die Ecke warf und sich voller Hingabe dem Erschaffen eines aus der Urzeit stammenden, sehr gefährlichen, Kastanien-Dinos widmete. Diesem folgte dann die zu rettende Kastanien-Prinzessin, der Kastanien-Ritter und dessen Kastanien-Pferd. Ich durfte in der ganzen Geschichte leider nur noch den hinkenden Kastanien-Hund gestalten, der nur eine sehr kleine Rolle im Kastanien-Märchen spielen durfte, aber schlussendlich war ich froh überhaupt an dem gemütlichen Abend teilnehmen zu dürfen.

Haben Sie schon mal gesehen, wie die Phantasie mit Kindern durchgeht? Echt der Wahnsinn. Und dazu braucht man bloß ein paar Kastanien und ein paar passende Zahnstocher… Ganz ohne Hightech.

Verfasst von Martina am 04 Okt 2008

Welche Wandfarbe für das Kinderzimmer?

Ich war doch erst vor Kurzem im Baumarkt unterwegs um Dekoartikel für ein Kinderzimmer zu kaufen und da hab ich kurzzeitig überlegt welche Farbe ich wohl für ein Kinderzimmer wählen würde und da fielen die Klassiker wohl eindeutig aus der Liste. Schnell stand fest: Himmelblau und Rosarot wird es sicher nicht.

Ich habe dann zu Hause mit meiner besseren Hälfte etwas getüfelt und wir sind ehrlich gesagt zu keinem richtigen Ergebnis gekommen, gehören wir doch eher zur Weiß-Ausmaler-Gesellschaft und auch in unserer Wohnung bringen nur Bilder und Pflanzen die notwendigen Farbtupfer in den weißen Wändealltag. Einen einzigen Akzent haben wir bis jetzt in unserer Wohnung gesetzt und das ist ein gelber Streifen im Schlafzimmer. Aber auch das war schon das Höchste der Gefühle und eine richtige Berg- und Talfahrt dieser, war die Wand doch unmittelbar nach der Färbelei eher Grün als Gelb und ich sah mich schon wieder den Pinsel schwingen um die Wand von diesem nichtgewollten Farbfleck zu befreien. Allerdings gehören wir nicht zu den Gern-Pinslern und deshalb bleiben die Wände wohl vorsichtshalber weiß bevor die Arbeit dann nochmal gemacht werden muss. Das Schlafzimmer war Aufregung genug. Aber zurück zum Kinderzimmer.

Die Wahl der Farbe fürs Kinderzimmer war wirklich nicht leicht.
Wir waren uns also einig, dass es Hellblau und Rosa nicht sein sollte, aber welche Farbe aus der schier unendlichen Farbpalette kam wirklich in Frage? Blau mit sämtlichen Abstufungen sollte es aufgrund der “Kühle”, die die Farbe ausstrahlt, nicht werden, aber auch ein kräftiges Grün schied sofort aus.Da hatte ich an sich wenig mit zu reden. Wir kamen aber nach einem Zeiterl hin und her dann doch in eine Farbrichtung, die uns beiden gefallen würde, und das wären wohl Gelb-, Orange- und Brauntöne. Ein warmes, gemütliches Zimmer mit ein paar Farbtupfern, das sollte es werden.

Mal schauen, worauf die Wahl wirklich fällt, sobald das Thema spruchreif wird…

Verfasst von Martina am 30 Sep 2008

Ein schönes Kompliment

War ich mit meiner frisch gebackenen Mama-Freundin vor Kurzem im Baumarkt unterwegs um die letzten Dekoartikel für das Kinderzimmer zu besorgen und kutschierte grade das kleine Mäuschen, friedlich schlafend, in seinem Maxi-Cosi durch die Gegend damit Mama mal etwas Zeit hatte um die richtige Deko-Bordüre auszusuchen, da kam mir eine sympathisch aussehende Frau mittleren Alters entgegen.

Zuerst dachte ich mir gar nichts dabei. Und auch wie sie einen kurzen Blick auf unseren kleinen Liebling warf, machte ich mir noch keine Gedanken. Jeder wirft doch gerne mal einen Blick auf ein Baby mit grade mal ein paar Wochen. Und richtig dick eingewickelt und gut zugedeckt ist das kleine Wunder ja doch richtig nett anzusehen.

Wir wanderten also ohne ernsten Hintergedanken von der Tapetenabteilung bis zur Blumenabteilung und wieder zurück zur Teppichabteilung und immer wieder mal kam uns die nette Frau unter, deren Einkaufswagen sich genauso wie unserer immer weiter füllte.

Originell und ein richtig schönes Kompliment
Wir hatten grade noch einen netten Teppich ins Wagerl gepackt, da blieb die Frau direkt neben uns stehen und sagte: „Jetzt muss ich Sie doch noch fragen… Wo bekommt man denn so was Schönes?“ Meine Freundin meinte zuerst: „Gleich im nächsten Gang auf der linken Seite.“ Und meinte damit natürlich den neu errungenden Teppich, bis Sie dann ganz überrascht mitten im Wort abbrach und merkte, dass die nette Dame doch einfach nur ihr Baby gemeint hatte. Das war doch mal ein schönes Kompliment!

Verfasst von Martina am 22 Sep 2008

Wie macht man seine Wohnung kindersicher?

Wir sind ja erst vor Kurzem umgezogen und haben jetzt die ersten Besucher empfangen, die natürlich sofort aufgrund von persönlichen Erfahrungen bemängelt haben, dass unsere Wohnung nicht kindersicher ist.

Der absolute Spitzenreiter war sicher unser Couchtisch mit aufgelegter Glasplatte, die ehrlicherweise leicht kippen kann wenn man sich mit vollem Gewicht draufstützt, aber wer macht das auch schon? Tja, wir haben die Rechnung ohne Moritz gemacht und erst erleichert wieder gelacht als wundersamer Weise nichts zu Bruch gegangen ist und Moritz auch nur leicht verschreckt mit diversen Flüssigkeitsflecken geschmückt meinte: “Tisch aua”…

Platz 2 belegte dann dicht gefolgt unser Riesenbonsai mit zugegeben knapp einem Meter Höhe auf einem Rollwägelchen, dass sich spitzenmäßig leicht durch die Gegend schieben lässt. Ist ja auch sehr praktisch wenn man staubsaugen will… Die Karachofahrt gegen unsere Balkontür konnte meine bessere Hälfte grade noch mit einem gekonnten Fast-Spagat verhindern.

Als genauso unsicher wurde dann unser Balkon bezeichnet, der im Moment aus architektonisch bestimmten Designgründen nur mit 5 Eisenseilen begrenzt ist, die für Moritz natürlich kein Hindernis waren… Gott sei Dank war Papa in der Nähe.

Die ausgeräumten Küchenkästen ließen uns da vergleichsweise schon unberührt.

Nach einem 2-stündigen, zugegeben nicht ganz entspannten, Kaffee-Kränzchen-Besuch war aber klar, dass wir bestimmt einiges zu sichern haben wenn wir mal Kinder haben.

Kindersichere Wohnung aber wie?
Wir haben beispielsweise unsere Putzmittel ganz untem im Kasten verstaut. - Gut, die wandern mal nach oben. Aber wie soll ich meinen Staubsauger sichern, den ich einfach in einen Kasten reingestellt habe und der gegenenfalls aus 50cm Höhe genau auf den Knirps fällt?

Für Küchenkästen hab ich die Sicherung auch schon gefunden, da gibt es ja richtig gute Hilfen, aber Backrohr und Geschirrspüler kann man nicht sichern, oder?

Beim Balkon wird ab nächstem Frühjahr natürlich eine Plane die Begrenzung unterstützen, da mache ich mir weniger Sorgen, aber bei meinen rollenden Pflanzen ist das Gegenteil der Fall. Ich möchte nicht immer alles mühsam heben und verschieben wenn ich mal Staubsaugen will. Dafür hab ich noch keine Lösung gefunden.

Aber Gott sei Dank ist es noch etwas hin, bis wir wirklich sichern müssen, aber ein guter Ratgeber wäre da schon sinnvoll, denke ich.

Ich werde mal danach suchen…

Verfasst von Martina am 10 Sep 2008

Kinderfotografie - ein echtes Thema

Ich muss einfach nochmal davon anfangen…

Habe ich erst kürzlich in meiner “Erinnerungen, die man nicht wegwerfen darf”-Schublade gekramt und habe tatsächlich sämtliche Weihnachtskarten gefunden, die ich von meiner Fast-Nichte bekommen habe. Dazu geht meine Fast-Schwägerin gemeinsam mit Ihrer Tochter zum Fotografen und lässt ein nettes Bild schießen welches dann auf Glückwunschkarten gedruckt zur Festivität verschenkt wird.

Vor ein paar Jahren (ich weiß nicht mehr zu welchem Weihachtsfest) hatten wir unser kleines Engelchen auf einem weißen Flauscheteppich mit einem “Heiligenschein” am Kopf, dann gab es einmal die Kleine in Winterkleidung mit einem Elch in der Hand, dann wiederum die Kleine in einem Leiterwagerl neben einem Haufen Geschenkpackerl und wieder ein andermal gab es meiner Meinung nach das Beste Motiv: unsere Kleine mit Blick zum Sternenhimmel mit Mond und Sternen.

Das Format der Karten war immer gleich, was ja noch nicht so schlimm wäre, aber, was mich sehr erstaunt hat: auch der Hintergrund war immer gleich und das obwohl “unsere” Nichte wirklich ein guter Kunde des Fotografen ist, sprich zu allen Festivitäten und zu allen möglichen Nicht-Festivitäten zum Fotografen wandert und eine Fotosession veranstalten lässt. Der Fotograf müsste also wissen dass er oft Fotos von ihr macht und entsprechend die Motive ändern und natürlich auch die Hintergründe gemeinsam mit der Schrift,  die im Übrigen auch immer gleich ist.

Natürlich fällt das von Jahr zu Jahr nicht so auf, weil man dann die aktuelle Karte erhält und sich einfach freut, dass es wieder so etwas gibt, aber wenn man alle nebeneinander liegen hat dann ist das doch recht enttäuschend. Da sieht man erst was es ausmacht einen richtig guten Fotografen auszuwählen, der vielleicht auch noch wirklich auf den Kunden eingeht und nicht einfach vorm Standard-Hintergrund mit den Standard-Requisiten ein Bild macht.

Da frage ich mich warum ich mir immer so viel Mühe mache und den schon mal erwähnten Kinderkalender jedes Jahr anders gestalte und auch die Geburtstagseinladungen für die Kinder-Geburtstagsparty jährlich um ein nettes Motiv verändere. Aber wenn man dann die strahlenden Augen sieht dann weiß man, dass es doch gut ist manchmal etwas kreativ zu sein und wie wichtig es ist, sich selbst gut beraten zu lassen.

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