Verfasst von Monika Siller am 01 Sep 2008
Zu viele Bücher für eine Schwangerschaft…
Da die Schwangerschaft bei uns Menschen „nur“ 9 Monate dauert - ein bisschen mehr, ein bisschen weniger lang - hat wohl kaum eine Schwangere die Möglichkeit, sich selbst ein Bild von allen „wirklich wertvollen“ Büchern zu machen. Da ich mich beruflich seit 16 Jahren mit dem Thema: Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett auseinandersetze und lesen zu einem meiner liebsten Hobbys gehört, dachte ich mir, ich könnte mal meine Favoriten hier vorstellen….
Sie haben bestimmt auch Freude mit den wunderbaren „Leseperlen“. Hier meine ersten beiden Empfehlungen:
Die Hebammensprechstunde – Ingeborg Stadelmann
Auf den ersten Blick mag das Buch etwas „farbenarm“ erscheinen – es enthält nämlich kein einziges Foto. Der Inhalt ist aber umso berauschender. Die Autorin hat ein Werk geschaffen, das sowohl für Fachleute, die in dem Bereich arbeiten, wie auch für Schwangere eine Fundgrube darstellt. Zu jeder Fragestellung findet man hier kompetente Antworten. Antworten aus der Aromatherapie und der Homöopathie, aber auch viele Bestätigungen von einer erfahrenen Hebamme, dass jede Frau gebären kann und sich auf ihr Gefühl verlassen kann. Das Buch ist für mich die „Bibel der Schwangerschaft“, weil einfach alles drinnen steht und das noch sehr gut verständlich, auch für Laien.
Es ist nicht egal, wie wir geboren werden – Michael Odent
Ein blaues, nicht allzu dickes Buch – ansprechend auf den ersten Blick. Der Autor ist französischer Geburtshelfer und weiß nur allzu gut, um die vielen Dinge, die in Kliniken nicht so ideal funktionieren während der Geburt. So ist für ihn das Gebären ein natürlicher Vorgang, der sich in den ältesten Gehirnregionen abspielt. Licht, Sprache und Beobachtung werden dabei nicht toleriert. Wer in der Geburtshilfe tätig ist, sollte das Buch gelesen haben und für Frauen in der Schwangerschaft ist es ein spannendes Buch, das die Geburt wieder weit weg von der Technik bringt. Ein Lesebuch der besonderen Art, finde ich…



