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Die Muttermundschwäche (Zervixinsuffizienz)

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Bei einer Muttermundschwäche (Zervixinsuffizienz) handelt es sich um eine Schwäche und vorzeitig Öffnung des Gebärmutterhalses (Zervix).

Der Gebärmutterhals ist die Verbindung zwischen Gebärmutter und Muttermund und sollte 2 bis 3 cm in die Scheide hineinragen. Ist die Zervix kürzer spricht man von einer Muttermundschwäche. Ab der 15. SSW kann eine Muttermundschwäche zu einer Früh- oder Fehlgeburt führen. Gegebenenfalls kann dann eine Cerclage gelegt werden und Bettruhe verordnet werden.

Mögliche Ursachen für Muttermundschwäche (Zervixinsuffizienz)
Ursachen für eine Zervixinsuffizienz können Entzündungen am Muttermund sein, oder auch eine Schädigung des Gewebes am Muttermund. Wenn eine Muttermundschwäche rechtzeitig erkannt wurde kann man operativ eingreifen. Bei einer sogenannten Cerclage wird Ihr Gebärmutterhals unter Narkose zugenäht. Ein Band aus Kunststoff wird um den Gebärmutterhals mit wenigen Stichen gelegt und zugezogen. Circa 1 bis 2 Wochen vor dem Entbindungstermin wird das Bändchen wieder entfernt.

Eine weitere Möglichkeit ist ein Cerclage-Pessar. Ein Silikon-Ring, der ohne Narkose über den Muttermund geschoben wird und diesen zusammenhält. Dieser Eingriff kann ambulant erfolgen. In beiden Fällen (Cerclage und Cerclage-Pessar) wird von Geschlechtsverkehr im weiteren Lauf der Schwangerschaft abgeraten. In den meisten Fällen ist nach solchen Eingriffen die Chance groß, die Schwangerschaft so lange aufrecht zu erhalten bis das Kind lebensfähig ist.

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