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Die vermehrte Bildung von Magensäure, die in die Speiseröhre gelangt, führt zu Sodbrennen. Sodbrennen kann werdende Mütter besonders in der 22. SSW (22. Schwangerschaftswoche) enorm belasten. Weniger belastend und negativ behaftet sind Körperpflege, Mozart und die Entwicklung des Babys, jene Themen die eine ausgebildete Hebamme aus der Stadt Salzburg in diesem Video dokumentiert.

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Bei einer Muttermundschwäche (Zervixinsuffizienz) handelt es sich um eine Schwäche und vorzeitig Öffnung des Gebärmutterhalses (Zervix).

Der Gebärmutterhals ist die Verbindung zwischen Gebärmutter und Muttermund und sollte 2 bis 3 cm in die Scheide hineinragen. Ist die Zervix kürzer spricht man von einer Muttermundschwäche. Ab der 15. SSW kann eine Muttermundschwäche zu einer Früh- oder Fehlgeburt führen. Gegebenenfalls kann dann eine Cerclage gelegt werden und Bettruhe verordnet werden.

Mögliche Ursachen für Muttermundschwäche (Zervixinsuffizienz)
Ursachen für eine Zervixinsuffizienz können Entzündungen am Muttermund sein, oder auch eine Schädigung des Gewebes am Muttermund. Wenn eine Muttermundschwäche rechtzeitig erkannt wurde kann man operativ eingreifen. Bei einer sogenannten Cerclage wird Ihr Gebärmutterhals unter Narkose zugenäht. Ein Band aus Kunststoff wird um den Gebärmutterhals mit wenigen Stichen gelegt und zugezogen. Circa 1 bis 2 Wochen vor dem Entbindungstermin wird das Bändchen wieder entfernt.

Eine weitere Möglichkeit ist ein Cerclage-Pessar. Ein Silikon-Ring, der ohne Narkose über den Muttermund geschoben wird und diesen zusammenhält. Dieser Eingriff kann ambulant erfolgen. In beiden Fällen (Cerclage und Cerclage-Pessar) wird von Geschlechtsverkehr im weiteren Lauf der Schwangerschaft abgeraten. In den meisten Fällen ist nach solchen Eingriffen die Chance groß, die Schwangerschaft so lange aufrecht zu erhalten bis das Kind lebensfähig ist.

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Die meisten weißen Babys werden mit blauen Augen geboren und haben nach der Geburt fast noch keine Pigmente im Auge, deshalb kann ihre Regenbogenhaut kaum Lichtstrahlen aufnehmen. Diese Strahlen werden zurückgeworfen und dadurch schimmern die Augen blau. Erst nach sechs bis zwölf Monaten kann man erkennen, was das Baby wirklich für eine Augenfarbe hat.

Wer oder was ist für unsere Augenfarbe eigentlich verantwortlich?
Die Augenfarbe wird durch Melanin gebildet. Dieses sitzt in der Regenbogenhaut rund um die Pupille. Je nach Augenfarbe wird mehr oder weniger Melanin produziert, für blaue Augen braucht man am wenigsten für braun am meisten. Aber auch die Dichte des Irisgewebes spielt eine Rolle für die Augenfarbe. Je dichter das Gewebe ist, umso dunkler wird die Augenfarbe. Melanin, also die Farbpigmente, im Auge sind sehr wichtig, denn sie wirken auch als natürlicher Sonnenschutz. Deshalb sind Neugeborene sehr lichtempfindlich und sollten nie in die pralle Sonne schauen. Für das Sehen selbst ist der Farbstoff allerdings nicht notwendig. Wenn ihr Baby plötzlich braune Flecken im Auge bekommt, wird es sich bald braun färben.

Welche Augenfarbe bekommt unser Baby?
Dunkelhäutige Babys haben meist von Geburt an braune oder schwarze Augen. Hier wird schon während der Schwangerschaft Melanin gebildet, welches nach der Geburt meist noch ein wenig mehr wird. Ob ein Mensch helle oder dunkle Haut hat oder welche Augenfarbe er bekommen wird, ist genetisch festgelegt und wird auch vererbt. Bei der Vererbung können allerdings Generationen übersprungen werden. Es kann z.B. möglich sein, dass ein Baby blaue Augen hat obwohl beide Eltern braune Augen haben. Es kann sogar durchaus vorkommen, dass sich unterschiedlich viele Pigmente in den Augen einlagern. Dann können sogar zwei unterschiedliche Augenfarben, meist grün und blau, auftreten. Hier spricht man dann aus wissenschaftlicher Sicht von einer Iris–Heterochromie. Wenn sich in der Regenbogenhaut keine Pigmente einlagern spricht man von Albinismus. Hier scheinen die Blutgefässe hinter dem Auge durch, die Iris wirkt deshalb rot.

Babys können aber der Geburt bereits sehen
Da Babys in den ersten Wochen meist starr in die Ferne blicken haben Forscher lange geglaubt, dass Babys nicht richtig sehen können. Forscher haben aber herausgefunden, dass Babys von Geburt an gute Augen haben. Sie sind schon in der Lage Farben zu unterscheiden oder einen Gegenstand zu verfolgen. Weit entfernte Punkte sind noch etwas verschwommen da der Säugling diese Punkte noch nicht fixieren kann. Am besten sehen sie in einer Entfernung von 20 Zentimetern. Wenn man ein Baby beobachtet fällt auf, dass wenn es das Gesicht der Mutter aufmerksam betrachtet, die Augen groß und glänzend werden. Ist es jedoch müde, schaut es weg und die Augen verlieren ihren Glanz. Durch den Druck der bei der Geburt herrscht haben die meisten Neugeborenen geschwollene Augen und manchmal auch rote Flecken auf den Liedern. Den meisten Babys wird gleich nach der Geburt deshalb eine Lösung ins Auge getropft um eventuelle Bakterien abzutöten. Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, diese Symptome verschwinden nach ein paar Tagen ganz von allein.

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Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Wahrscheinlichkeit einen Jungen zu zeugen, am höchsten ist, je genauer Geschlechtsverkehr und Eisprung zusammen treffen. Grund dafür ist, dass die männlichen Spermien schneller am Ziel ankommen dafür aber eine kürzere Überlebenszeit haben.

Aber alles von Anfang an: Eine gesunde Frau hat zwei Eierstöcke. Hier reifen jeden Monat 10 bis 20 Eizellen heran. Aus einem der beiden Eierstöcke – einer rechts und einer links neben der Gebärmutter – wird gegen Zyklusmitte die größte, am besten ausgebildete Eizelle abgestoßen. Genau in diesem Moment löst sich die Eizelle aus dem Eierstock. Dieses Ablösen der Eizelle wird im Fachjargon Ovulation (Eisprung) bezeichnet. Damit sich Eizellen entwickeln können, wird der Eierstock durch Hormone stimuliert. Kommt es zu einer Befruchtung, setzt sich das befruchtete Ei an der Gebärmutterschleimhaut fest.

Eisprung in der Mitte des Menstruationszyklus
Grundsätzlich gilt folgender Richtwert: 72 Stunden (3 Tage, in einzelnen Fällen bis zu 5 Tagen) vor und maximal 24 Stunden nach der Ovulation sind Frauen fruchtbar. Das Ei wird nach dem Eisprung im Eileiter befruchtet und wandert danach in die Gebärmutter, wo sich das befruchtete Ei einnistet. Manche Frauen fühlen ihren Eisprung. Man spricht dann vom so genannten Mittelschmerz, ein leichtes Ziehen oder Stechen im Unterleib. Dies ist aber nicht – wie häufig angenommen – der Eisprung, sondern das Reifen der Follikel. Im Verlauf des Zyklus einer Frau ändert sich außerdem die Menge und Konsistenz des Gebärmutterschleims, wahrgenommen als Ausfluss. Eine weitere Folge des Eisprungs ist der Anstieg der Körpertemperatur. So genannte Eisprungrechner helfen zusätzlich, den Zeitpunkt des Eisprungs zu bestimmen.

Kann die Befruchtung beeinflusst werden?
Eine Schwangerschaft – so Experten – tritt innerhalb eines Jahres nach Weglassen der Verhütung ein. 72 Stunden vor bis 24 Stunden nach dem Eisprung bezeichnet man als die fruchtbaren Tage einer Frau. Die Kenntnis um den exakten Zeitpunkt des Eisprungs ist dennoch günstig, wenn Kinderwunsch besteht. Empfohlen wird zudem der Geschlechtsverkehr in den Tagen vor und direkt nach dem Eisprung. Grundsätzlich sind 2 Mal pro Woche Sex, bezogen auf den gesamten Zyklus, empfohlen. Spermien überleben ca. 72 Stunden. Daher gilt: Sollten Sie bereits in dieser Zeit Geschlechtsverkehr haben, dann steigt die Chance einer Befruchtung. Denn dann sind die Spermien bereits dort, wo das reife Ei austritt. 12 bis 24 Stunden nach dem Eisprung wandert die Eizelle im Eileiter in Richtung Gebärmutter. Nur während dieser Wanderung kann sie durch ein Spermium befruchtet werden. Wird dies außer Acht gelassen dann ist die Chance der Befruchtung einer Eizelle vergeben.

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Die Anwendung erfolgt nach erfolgloser Insemination (Anm.: Übertragung des männlichen Samens in den Genitaltrakt der Frau), bei irreparabel geschädigten Eileitern, Endometriose (Fehlentwicklung der Gebärmutterschleimhaut) oder bei deutlich eingeschränkter Zeugungsfähigkeit des Mannes. Die Eierstöcke werden zunächst mit Fruchtbarkeitshormonen zur Reifung von mehreren Eizellen angeregt.

Nach zehn bis zwölf Tagen werden die reifen Eizellen mittels Katheter und feiner Nadel unter Ultraschallkontrolle über die Scheide entnommen. Dieser kleine ambulante Eingriff wird in der Regel unter Kurznarkose durchgeführt. Die eigentliche Befruchtung erfolgt dann außerhalb des Mutterleibes: Ei- und Samenzellen werden in einer Glasschale zusammengebracht. Etwa zwei Tage später werden maximal drei befruchtete Eizellen in die Gebärmutter übertragen.

Quelle: BabyExpress, Österreichs größte Familienzeitschrift
Ausgabe: 5/2008

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Welche Beschwerden geben Anlass, dass sich Frau in der 12. Schwangerschaftswoche besser an Arzt oder Gynäkologe wendet? Diese und weitere Fragen beantwortet Hebamme Gerlinde Remsing in diesem Informationsvideo.

Außerdem informiert Sie über häufig auftretende Stimmungsschwankungen in dieser Phase der Schwangerschaft, die Schilddrüse, die Nackenfaltenmessung, das Down-Syndrom und gibt Informationen zur Plazenta.

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Da ich ganz genau wissen wollte, woher der Name für die Blütenessenzen von Erika C. Pichler kommt, habe ich mich schlau gemacht, im Internet gesucht und auch interessante Dinge gefunden. Keltologie ist schon ein sehr spezielles Fachgebiet. Aber Wikipedia hilft auch hier. Besonders wissen wollte ich, wofür Noreia als Göttin zuständig war und wo ihre Heiligtümer, Anbetungsstätten waren, bzw. sind: 

Noreia (Göttin)
Noreia ist die Zusatzbezeichnung einer vorrömischen, keltischen Muttergöttin, bekannt aus Weiheschriften der römischen Kaiserzeit im Raum des heutigen Österreich. Ihr Name wird mit dem keltischen Stamm der Noriker in Verbindung gebracht, in dessen Siedlungsgebiet ihre Inschriften gefunden wurden. Sie wurde von den Römern mit der ägyptischen Göttin Isis gleichgesetzt und als Isis-Noreia verehrt. In Kärnten, in Hohenstein im Glantal und auf dem Ulrichsberg findet man noch heute ihre Heiligtümer, die mit Inschriften verziert sind. Noreia hießen auch zwei Orte im Stadtbereich von Virunum. 

Norei Tempel nebst Schloss Seggau in der Steiermark
Neben dem Schloss Seggau (Frauenberg bei Leibnitz), befindet sich das größte Heiligtum der Isis-Noreia außerhalb Ägyptens. Die Göttin Noreia, eine Erdgöttin, vergleichbar mit Artemis oder der “Göttlichen Mutter” wurde ab 1500 v. Chr. in einem Tempel am Frauenberg verehrt. Sie wurde als große Göttin im gesamten Gebiet des  heutigen Österreichs verehrt. Noreia war aber nicht nur eine Muttergottheit oder Landesgöttin, sondern auch Schützerin des Bergbaues. In der römischen Zeit wurde “Isis-Noreia” als Herrin des Schicksals, des Lebensglücks, der Fruchtbarkeit, des Bergsegens und der heilenden Kraft insbesondere des Wassers angesehen. 

Also war Noreia eine sehr mächtige, beindruckende Göttin mit einem großen Einsatzgebiet und Verantwortungsbereich. Um ihren Schutz und Beistand baten sicher auch Frauen vor und während der Geburt. Bestimmt brachten auch Schwangere und Frauen die schwanger werden wollten ihre Opfer der Isis-Noreia dar. Vielleicht war sie auch eine Ansprechperson für die Hebammen der damaligen Zeit? Ich denke schon. Wenn ich das nächste Mal in Kärnten unterwegs bin, möchte ich mir unbedingt die erhaltenen Heiligtümer dieser Göttin anschauen…auf Spuren vergangener Zeit…  

Noreia (Königreich Noricum)
Noreia war eine antike Stadt im östlichen Alpenraum, die Hauptstadt des Königreichs Noricum. Sie ist bis heute nicht eindeutig lokalisiert. Einige Forscher meinen, dass Noreia mit der ausgegrabenen keltisch-römischen Stadt auf dem Magdalensberg in Kärnten identisch sein könnte. Dies ist aber nicht gesichert. Des weiteren wird Noreia auch am Zollfeld in Kärnten und im Bereich von Liebenfels im Glantal vermutet. Eine andere Möglichkeit ist noch die Umgebung des Klopeiner Sees in Kärnten, dort wurden zahlreiche keltische Fürstengräber gefunden. Möglicherweise gab es auch mehrere Noreias. Dafür sprechen zwei gleichlautende Einträge in der Tabula Peutingeriana, einer spätrömischen Straßenkarte. Das ältere Noreia mit etwa 3,5 km im Durchmesser und eine neue gleichnamige Stadt mit den Ausmaßen von 7,5 mal 3,4 km könnten sich in der heutigen Steiermark befunden haben. In der Nähe des Orts siegten 113 v. Chr. Kimbern und Teutonen in der Schlacht bei Noreia über ein römisches Heer. Es ist aber nicht geklärt, ob der Ort der Schlacht mit der Hauptstadt des norischen Königreichs identisch ist. 

Kuriosum – Noreia ein Ort in der Steiermark?
Im Jahr 1929 wurde bei archäologischen Grabungen in St. Margarethen am Silberberg in der Steiermark das vermeintliche Noreia entdeckt. Daraufhin wurde der Ort im Jahr 1930 sogar offiziell in Noreia umbenannt. Im Laufe der Jahre verdichteten sich jedoch die Zweifel an der Echtheit der Fundstücke und es wurde nachgewiesen, dass es sich um Reste einer mittelalterlichen Siedlung handelte. Heute ist sich die Wissenschaft darüber einig, dass die Funde am Silberberg nichts mit Noreia zu tun haben.

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Eine Fehlgeburt trifft Paare und vor allem die Frauen völlig überraschend und mit voller Wucht. Dabei ist es gar nicht so selten, dass das passiert. Die Ursachen sind weitgehend ungeklärt, im Einzelfall auch selten zu ermitteln. Aber auf jeden Fall muss auch hier Trauerarbeit geleistet werden und bei der Frage wann man wieder schwanger werden sollte, sollte man sich zuerst fragen, wann man seelisch wieder dafür bereit ist und sich über eine neuerliche Schwangerschaft auch wirklich freuen kann. Beim medizinischen Standpunkt gehen die Meinungen stark auseinander.

Viele raten als Faustregel: Werden Sie so lange nicht schwanger, wie Sie schwanger waren. Dann hat sich die Gebärmutter und insbesondere die Schleimhaut der Gebärmutter erholt und ist bereit für eine neue Schwangerschaft. Andere raten mind. 6 Monate mit einer erneuten Schwangerschaft zu warten und wieder andere sind der Auffassung, dass eine Frau auch in der Lage ist, ein Kind auszutragen, wenn sie wieder schwanger wird.

Wenn sie wieder schwanger sind, so versuchen Sie sich nicht allzu große Sorgen zu machen, meistens verläuft eine Schwangerschaft nach einer Fehlgeburt völlig normal. Versuchen Sie, sich klar zu machen, dass diese Schwangerschaft und auch diese Erfahrung eine andere ist. Es ist wichtig, daran zu denken, was alles hätte sein können, jedoch ebenso wichtig ist es, an das kommende Baby zu denken. Sie werden sehen, spätestens wenn die Schwangerschaftswoche des vergangenen Verlustes verstrichen ist, beginnen Sie glückliche Gefühle zu entwickeln

Vertrauen Sie nach einer Fehlgeburt auf kompetente Hilfe
Um sich zusätzlich zu beruhigen, bitten Sie Ihren Arzt darum, öfter nach dem Herzschlag zu sehen oder lassen Sie sich von Anfang an von einer Hebamme begleiten. Sie wird Ihnen auch zeigen, wie Sie der Natur vertrauen können. Mit Akupunktur, Bachblüten und Tees können Sie Ihre Angst lindern und Ihr Vertrauen stärken. Blicken Sie positiv in die Zukunft – Sie haben allen Grund dazu!

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Frauen in der Schwangerschaft oder im Wochenbett erkranken häufig an Harnwegsinfektionen. Durch die hormonelle Veränderung und die Erweiterung der Harnwege können Bakterien leichter in die Harnröhre eindringen. Aber auch die anatomische Gegebenheit bei Frauen ist dafür verantwortlich, dass sie leichter an solchen Erkrankungen leiden. Es ist deshalb wichtig, darauf zu achten sich immer in Richtung des Afters zu reinigen, nie in die Gegenrichtung. Bei einer falschen oder übertriebenen Intimhygiene wird das saure Milieu der Scheide gestört, aber eben dieses saure Milieu sorgt dafür, dass kaum Bakterien in die Harnwege gelangen können.

Harnwegsinfektion oder Nierenbeckenentzündung?
Auch das tägliche Wasserlassen kann vor einer Erkrankung schützen, hier werden die Bakterien die es dennoch schaffen in die Harnwege zu gelangen heraus gespült. Bei einer Harnwegsinfektion entzündet sich das auskleidende Gewebe der ableitenden Harnwege. Zu dem ableitenden Harnweg gehören Nierenbecken, Harnblase und Hahnröhre. Die Erkrankung wird differenziert zwischen einer unteren und oberen Harnwegsinfektion, bei der unteren Harnwegsinfektion kann es sich um eine Hahnröhren- oder Blasenentzündung handeln. Bei der oberen Harnwegsinfektion spricht man von einer Nierenbeckenentzündung. Auslöser für solche Erkrankungen sind meist Bakterien, es können aber auch in seltenen fällen Vieren oder Pilze dafür verantwortlich sein.

Unangenehme Begleiterscheinungen einer Harnwegsinfektion
Ein Harnwegsinfekt tritt meist mit unangenehmen Beschwerden auf wie häufiges Wasserlassen wo nur kleine Mengen an Urin kommen. Darüber hinaus kann das Wasserlassen ein Brennen verursachen oder leicht schmerzen. Mitunter kann sogar ein übel riechender eitriger Ausfluss oder Blut im Urin die Folge sein. Fieber tritt nur in den seltensten Fällen auf, hierbei sollten sie aber rasch ihren Arzt aufsuchen. Wenn bei einer Schwangeren eine starke Harnwegsinfektion auftritt, wird diese meist stationär im Krankenhaus aufgenommen, hier wird sie mit Antibiotika und Infusionen behandelt. Die Infektion klingt in den meisten Fällen rasch ab.

Die asymptomatische Harnwegsinfektion
Bei Schwangeren kann eine Sonderform der Erkrankung auftreten. Hierbei hat die Patientin keinerlei Beschwerden oder Krankheitsgefühle. Hier spricht man von einer asymptomatischen Harnwegsinfektion. Wird solch eine Erkrankung nicht früh genug erkannt, kann es zu einer Nierenbeckenentzündung kommen. Auch eine Früh- oder Fehlgeburt kann leider die Folge sein. Da aber bei jedem Arztbesuch der Urin untersucht wird, erkennen Ärzte die Erkrankung meist sehr früh. Komplikationen sind deshalb eher selten. Sollte doch eine Infektion festgestellt werden, wird diese über zehn Tage mit einem Antibiotika behandelt. Es ist jedoch sehr wichtig, dass das Antibiotikum bis zum Schluss fertig eingenommen wird, da es sonst zu einer erneuten Erkrankung kommen kann und dann Antibiotika nicht mehr richtig ansprechen.

Homöopathie und Tees helfen bei leichter Harnwegsinfektion
Mit Absprache des behandelnden Arztes können sie auch Homöopathie anwenden. Hier gibt es verschiedene Mittel die sie verwenden können wie z.B. Sarsaparilla D2 bis D3, Culcamara D2 bis D4 oder Petroselinum D2 bis D4. Leichte Harnwegsinfektionen kann man in der Schwangerschaft auch mit Heilpflanzen wie Bärentraube, Kapuzinerkresse und Meerrettich behandeln. Auch Tees die eine harntreibende Wirkung haben kann man sehr gut für eine Durchspültherapie nutzen, z.B. Ackerschachtelhalm, Petersilie oder Heuhecheltee. Man kann sich auch in der Apotheke einen Blasen- oder Nierentee mischen lassen. Vorbeugend sollte man immer viel trinken und die Blase bei jedem WC-Besuch vollständig entleeren. Empfohlen wird auch gleich nach dem Sex die Toilette aufzusuchen. Auch auf eine warme Unterleibsbekleidung sollte man achten.

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Auf den Zusammenhang zwischen Koffeinkonsum während einer Schwangerschaft und dem erhöhten Risiko einer Fehlgeburt wird seit längerem hingewiesen. Dass dies auch unabhängig von Übelkeit und Erbrechen und der dadurch eventuell bedingten Abneigung gegen koffeinhaltige Getränke ist, konnten Forscher nun erstmals zeigen. 

Diesen Faktor bezog nun Dr. De-Khun Li, San Fransisco, in eine Studie mit ein. Von 1996 bis 1998 untersuchten die Forscher 1063 Frauen, die ihren Koffeingenuss während der Schwangerschaft nicht verändert hatten. Dabei stellten sie fest, dass die Aufnahme von mindestens 200 mg Koffein pro Tag (etwa zwei Tassen Kaffee) das Risiko einer Fehlgeburt verdoppelte – im Vergleich zu den Frauen, die komplett auf Koffein verzichteten. Bei einem Konsum von weniger als 200 mg zeigte sich immer noch ein um 40% erhöhtes Risiko. Faktoren wie Alter, Bildungsstand und Einkommen der Mutter wurden dabei ebenso herausgerechnet wie Rauchen oder Alkoholkonsum und eben auch Übelkeit und Erbrechen. 

Die Forscher gehen davon aus, dass wirklich Koffein verantwortlich gemacht werden kann und keine andere kaffeetypische Substanz: Sie hatten in ihrer Studie nicht nur den Kaffeegenuss abgefragt, sondern sich auch explizit nach anderen koffeinhaltigen Getränken wie Tee oder Limonaden erkundigt. Über die Mechanismen, wie die Substanz zu einem erhöhten Fehlgeburtsrisiko beitragen könnte, spekulieren Forscher bislang jedoch nur. Da Koffein die Plazentaschranke überwindet, könnte ein hoher Konsum den sich noch entwickelnden Stoffwechsel des Embryos überfordern. 

Quelle: Die Monatszeitschrift für gesundes Leben NATUR&HEILEN, 07/2008, S.8