Verfasst von Martina am 21 Nov 2008

Gesunder Lebenswandel schon während der Zeugung?

Immer wieder hört man, dass man sich gesund ernähren soll, Sport betreiben, nicht rauchen und vor allen Dingen nicht trinken. Erst Letztens habe ich das breite Spektrum an „Regeln“ kennen gelernt, das die Familienplanungspaare auch psychisch in der Thematik „Kinderplanung“ abzudecken haben.

Bei einem gut bekannten Pärchen war es so, dass sich der geplante Spross einfach nicht einstellen wollte und deshalb waren sie nach langem Hin und Her doch beim Spezialisten um einfach mal nachschauen zu lassen was es denn da haben könnte. Gott sei Dank oder Leider (je nachdem wie man es sehen möchte) konnte der Spezialist auf beiden Seiten nichts Auffälliges entdecken und gab an sich grünes Licht für die Bastelstunde. Allerdings war das ja nur die „gute“ Nachricht, die er parat hatte. Nach einem kurzen Seufzer der Erleichterung wurde Männlein und Weiblein mit einer schier unendlichen Liste an guten Ratschlägen zugetextet und dann mit guten Wünschen für die Kinderplanung entlassen. Die Worte: „gehen Sie es einfach entspannt an“ setzten dann der Kuriosität noch die Krone auf.

Hier ein paar Ratschläge zur Kinderplanung, die es doch (obwohl ja alles ok ist) zu bedenken gab:

  • Ernähren Sie sich gesund. Kochen Sie auch Ihrem Mann gesunde und ausgewogene Kost mit viel Gemüse.
  • bitte nicht zu viel Stress aussetzen und alles entspannter angehen
  • Auch Passivrauchen kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen
  • Zeigen Sie Ihrem Partner dass Sie ihn lieben auch währen der nicht-fruchtbaren Tage
  • machen Sie mehr Bewegung
  • bitte im Alkohol einbremsen

Das klingt ja auf den ersten Blick gar nicht so schlimm, aber wenn man diese Punkte einfach mal kombiniert klingt es nicht mehr so einfach und die Hoffnungen darauf bald einen kleinen Erdenbürger zu beherbergen schwinden doch erheblich.

Eine der unzähligen Kombinationen der Ratschläge und Ihre Auswirkungen:
Meine Bekannte stellte sich natürlich ab diesem Tag täglich an den Herd und kochte ausgewogene Kost aus einem Kochbuch, das Sie extra noch erstanden hatte. Nebenbei sei erwähnt, dass aufgrund der komischen Farben und Gestalten auf dem Teller jede Kocherei spätestens am Esstisch in eine Diskussion um komisch schmeckendes Gemüse (Ihr Mann ist wirklich kein Fan) und missglückten Rezepten ausbrach. Diese Diskussion endete meist im Streit, Unverständnis und für das Essen im Biomüll.

Gleichzeitig wurde meine Bekannte immer müder und unausgeglichener, fehlte Ihr doch durch die Kocherei die Stunde Mittagsschlaf (sie geht jeden Tag sehr früh arbeiten) und ganz nebenbei traute sie sich nicht mehr ihrem Mann nach einer gerauchten Zigarette zu zeigen, dass Sie ihn doch gerne hat. Passivrauchen ist ja schlecht.

Er im Gegenzug stellte das Rauchen etwas ein, war dafür noch angespannter und darüber hinaus immer hungrig. Das Glas Rotwein und die Kuschelstunde am Abend mussten auch weichen. Rotwein war ja tabu. Die Bewegung machten beide nur aus Gefälligkeit dem Anderen gegenüber und schon bald endeten die gut gemeinten Ratschläge einfach in Frust und Unlust der beiden.

Und zu allem Überfluss: Baby war nach weiteren 6 Monaten noch immer keines in Sicht.

Nach einem ernsten Gespräch über Kinderplanung und Beziehungsprobleme meinten dann beide, dass Sie mal einen netten Abend unter Freunden verbringen sollten.

Er zischte also los mit seinen Kumpels um eine Runde Fußball zu schauen und sie verabredete sich zum Mädelsabend in der Kneipe um die Ecke. Für beide wurde es ein feuchtfröhliches Ereignis. Am nächsten Morgen hatten beide einen richtigen Kater und beide einen Filmriss. Er wusste nicht mehr, wie er nach Hause gekommen war und sie nicht mehr, wie sie es ins Bett geschafft hatte.

Fest stand nur, nach 14 Tagen: Baby an Bord…

Seit dem sind wir auch fest überzeugt: man sollte doch alles locker angehen… wird schon werden.

Verfasst von Karin am 20 Nov 2008

Mütter mit „schwierigen Geburten“ für Interview gesucht

Im Rahmen meiner Abschlussarbeit für mein berufsbegleitendes Studium, Management im Gesundheitswesen mit Vertiefung „midwifery“ (= Hebamme), beschäftige ich mich mit den Bedürfnissen von Gebärenden, vorerst bei Geburten im Krankenhaus.

Besonders von Frauen mit schwierigen vaginalen Geburten (keine Kaiserschnittgeburten, Frühgeburten und Mehrlingsgeburten), erhoffe ich mir Informationen zu ihrer Geburtserfahrung, z.B. zu ihren Vorstellungen über die Geburt und die praktische Umsetzung, zu unbekannten Gefühlen oder auch zu gezielter Kritik über die erlebte Betreuung.

Ich möchte herausfinden, was den einzelnen Frauen wichtig ist/war? Was hätten sie gebraucht? Was wurde wie gemacht? Welche Gefühle waren während der Geburt da? Was hat ihnen geholfen und was nicht? Warum war die Geburt für sie schwierig? Was macht eine Geburt zu einer schwierigen Geburt? Was waren die Störfaktoren?

Alles, was die Frau in Bezug auf die Geburt beschäftigt, ist für mich wichtig.

Vor dem Hintergrund, dass eine als schwierig erlebte Geburt eine belastende Lebenserfahrung sein kann, ist es mein Ziel, die Wahrnehmung der Geburt durch die Frauen und die Erfüllung ihrer Bedürfnisse genauer kennen zu lernen und mit den Ergebnissen zur Stärkung einer familien- und frauenorientierten Geburtshilfe beizutragen.

Dafür möchte ich eine Untersuchung in Form von Interviews durchführen. Diese Interviews werden ca. 1 Stunde dauern und in Form eines Gespräches durchgeführt. Außerdem sollen sie auf Tonband aufgenommen werden, damit eine gezielte Auswertung stattfinden kann. Die Daten werden in jedem Fall anonym verwendet. Da ich im Raum Salzburg beheimatet bin, ist es wünschenswert, wenn sich interessierte Frauen aus der Nähe von Salzburg/angrenzendes Oberösterreich/Bayern melden würden.

Die Geburt ist ein intimes und sensibles Thema im Leben einer Frau. Um die Individualität jeder Einzelnen mit ihren speziellen Bedürfnissen erarbeiten zu können, werden auch sehr persönliche Fragen gestellt. Genau das sind die Informationen, die jede Geburt einzigartig machen und leider oft im Routinegeschehen nicht berücksichtigt werden.

Wer kann teilnehmen?

Alle Frauen, die

- vor 12 - 20 Monaten vaginal in einem Krankenhaus entbunden haben
- die Geburt als schwierig empfanden und damit unzufrieden sind
- es sich vorstellen können, mit mir über die Geburt zu sprechen –

bitte melden Sie sich bei mir, vorerst per E-Mail: hebammenforschung@hotmail.de  

Bei Interesse oder Fragen und Unklarheiten können Sie sich jederzeit an mich wenden. Ich freue mich auf viele Rückmeldungen und interessante, hilfreiche Gespräche!

Verfasst von Andrea am 20 Nov 2008

Brustpflege in der Schwangerschaft

Bereits in den ersten Wochen der Schwangerschaft wird der Busen durch den erhöhten Östrogenwert runder und größer. Am Ende kann jede Brust bis zu 400 Gramm schwerer sein, das bedeutet eine extreme Strapaze für Haut und Muskulatur. Um das Bindegewebe zu stützen, sollten Sie einen gut sitzenden BH tragen und so früh wie möglich mit intensiver Pflege beginnen, denn auch am Busen können Dehnungsstreifen entstehen.

Wie kann ich Dehnungsstreifen am Busen verhindern?
Tägliche Abreibungen mit einem in kaltes Wasser getauchten Waschlappen oder eine Massage mit einer weichen Gesichtsbürste fördern die Durchblutung und machen die Haut elastisch. Anschließend straffende und kühlende Busencreme (aus der Apotheke) zur Brustwarze hin verstreichen. Die Brustwarzen aussparen, weil sie sonst fürs Stillen zu weich werden. Ebenso wirksam: Einige Stunden am Tag keinen BH tragen. Rosskuren wie das Abreiben mit einer Zahnbürste oder einem Frotteetuch können hingegen vorzeitige Wehen auslösen.

Was hilft gegen schmerzende Brüste?
Bei schmerzenden Brüsten kann ein Vollbad oder ein warmer Umschlag mit Lavendel sehr entspannend sein. Damit Sie sich wohler fühlen und um das Bindegewebe zu stützen, lohnt sich die Anschaffung eines gut sitzenden Büstenhalters mit breiten Trägern gleich zu Beginn der Schwangerschaft. Dieser leistet unter Umständen auch nachts gute Dienste. Diese beiden Dinge – Lavendel und guter BH – haben mich durch die Schwangerschaft gebracht, leider sind diese guten Büstenhalter nicht unbedingt etwas fürs Auge, aber das sollte man in Kauf nehmen.

Verfasst von Andrea am 19 Nov 2008

Chemikalien in der Schwangerschaft

Immer wieder muss man in der Schwangerschaft überlegen, ob dies oder jenes schädlich für das ungeborene Kind sein könnte, sehr oft wird dabei aber auf Chemikalien vergessen. Es gibt verschiedene Faktoren, die bestimmen, wie giftig oder schädlich eine Substanz ist. Wie oft kommen Sie mit der Chemikalie in Kontakt? Wie hoch ist die Menge? Auf welche Weise kommen Sie mit der Chemikalie in Berührung usw.

Wenn möglich, Chemikalien in der Schwangerschaft meiden
Grundsätzlich sollten Sie in der Schwangerschaft versuchen, so gut es geht, generell alle Arten von Chemikalien zu vermeiden. Ganz wichtig dabei ist den Kontakt mit Blei und Quecksilber zu meiden. Blei dringt ungehindert in die Plazenta ein und stört die Entwicklung des zentralen Nervensystems. Alte Wasserrohre aus Blei sind dabei ebenfalls gefährlich. In der Schwangerschaft oder für Säuglingsnahrung sollten Sie in diesem Fall lieber Mineralwasser kaufen, denn das Abkochen des Wassers vermindert den Bleigehalt nicht wesentlich. Achten Sie darauf, dass Sie nur frischen Fisch essen denn bei älterem Fisch kommen Sie mit Quecksilber in Berührung.

Haare färben in der Schwangerschaft?
Ich habe mich immer gefragt, wie schädlich starke Haushaltsreiniger sind, darüber ist wenig bekannt. Ich habe vorsichtshalber immer ein Fenster geöffnet und Handschuhe zum Putzen getragen. Mein großes Thema war das Haare färben, bzw. Strähnchen. Darauf wollte ich nicht verzichten, daher informierte ich mich sehr gründlich. Wobei ich erst zu keiner eindeutigen Information kam. Meine Friseurin hat es aber dann für mich zufrieden stellend erklärt, indem Sie mir anbot die Strähnchen nicht wie sonst bis zur Kopfhaut zu machen, Sie meinte man kann Haarfärbemittel im Urin nachweisen, also werden diese auch nicht spurlos am Baby vorbei gehen. Beim Strähnchen machen, kommt es aber so gut wie zu keinem Kontakt mit der Kopfhaut, somit ist es unbedenklich.

Falls Sie regelmäßig, etwa im Berufsleben, in Kontakt mit bestimmten Chemikalien kommen, sollten Sie sich von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin über die Gefährlichkeit dieser Stoffe beraten lassen. Möglicherweise muss ein Berufsverbot ausgesprochen werden.

Egal ob schwanger oder nicht, Vorsicht ist mit Chemikalien immer angebracht.

Verfasst von Andrea am 18 Nov 2008

Der Wochenfluss

Der Wochenfluss (Lochien) ist ein wichtiger Bestandteil der Wundheilung der Gebärmutter. Jede Frau hat ihn nach der Geburt. Der Wochenfluss zeigt wie weit der Rückbildungs- und Heilungsprozess fortgeschritten ist, in den ersten zwei Tagen ist die Blutung hellrot und sehr stark – bereits ab dem 3. Tag wird es aber weniger und die Farbe wird rötlich / braun. Ab dem 5. Tag wird der Wochenfluss weniger und weniger bis dann letztendlich nur ein weißlicher Ausfluss übrig bleibt. Wie stark die Blutung ist, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Manche Frauen bluten sehr stark, die Anderen etwas weniger. Die Menge des ausgeschiedenen Wochenflusses kann aber durchaus bei einem Liter pro Tag liegen. In meiner Geburtsklinik bekam man Einmal-Netzhöschen, ich denke, das ist mittlerweile überall üblich.

Der Wochenfluss riecht ähnlich wie das Menstruationsblut. Sollte es allerdings zu starken, sehr unangenehmen Geruch kommen, so ist höchste Vorsicht geboten. Es könnte ein Stau des Wochenflusses in der Gebärmutter vorliegen und Sie sollten sofort einen Arzt aufsuchen, denn eine Entzündung der Gebärmutter könnte die Folge sein.

Wochenfluss setzt absolute Hygiene voraus
Früher dachte man die Lochien seien stark infektiös und dadurch für das Kind gefährlich. Diese Annahme ist inzwischen widerlegt, der Wochenfluss ist nicht keimfrei, aber gefährliche Keime enthält er nicht. Hygiene ist auf jeden Fall sehr wichtig, beispielsweise beim Hände waschen nach dem Toilettengang. Ich persönlich fand es sehr angenehm, bei jedem Toilettengang mit lauwarmem Wasser aus einer Plastikflasche zu spülen. So wurde ich die Blutreste los und fühlte mich immer frisch.

Was gilt es beim Wochenfluss sonst noch zu beachten?
Tampons sollten in der Wochenfluss Zeit nicht benützt werden und auch beim Geschlechtsverkehr sollten Sie unbedingt ein Kondom verwenden. Durch den geöffneten Muttermund ist die Infektionsgefahr für die Frau sehr groß. Bei einem Vollbad kommt die stillende Brust mit dem Wochenfluss in Berührung, somit ist auch das tabu. Der Wochenfluss dauert zwischen 6 und 8 Wochen, wobei die stärksten Blutungen in den ersten drei bis vier Tagen nach der Geburt auftreten bis sie allmählich nachlassen.

Sie sollten sich jedoch weiterhin schonen, denn sollten Sie sich körperlich zuviel zumuten, setzt Ihnen der Körper das Signal einen Gang zurückzuschalten, indem die Blutung wiederkehrt.

Verfasst von Elfriede Seiwald am 17 Nov 2008

Ein Kind will getragen werden - warum Babys tragen?

40 Wochen lang tragen wir unsere Kinder unter unserem Herzen. Sie werden tagtäglich begleitet von diesem Rhythmus, vom Rauschen der großen Gefäße im Bauch und ständig geschaukelt durch unsere Bewegung und durch unsere Atmung. Nach der Geburt soll man nun am Rücken liegen auf einer harten Matratze ohne Bewegung und Berührung. Die meisten Babys sind damit unglücklich. Wir können sie mit Tragen und der damit verbundenen Nähe nicht verwöhnen – wir müssen sie erst entwöhnen. Übrigens: „Kann man mit Liebe verwöhnen?“

Ein Tragetuch aus praktischen Gründen…
Zum Tragen kam ich vorerst aus sehr praktischen Gründen. Immer wenn ich meinen kleinen Sohn in seine Wiege gelegt habe, hat er geweint. Ich konnte meine Arbeit so nicht verrichten und das hat mich unglücklich gemacht. Im Tragetuch hat er dann friedlich geschlafen. Ich habe gemerkt wie wohl er sich fühlt und ich habe es geschafft meine Wohnung sauber zu halten und zu kochen.

Heute weiß ich Tragen bedeutet viel mehr. Was sagt uns die Verhaltensbiologie, schauen wir uns die „Jungen Typen“ an. Sehr bekannt sind Nestflüchter und Nesthocker. Zu letzteren wurden lange auch wir Menschen gezählt doch heute weiß man, es gibt gravierende Unterschiede und es entstand ein neuer Typus der Tragling. Zu den Nestflüchtern zählen zum Beispiel Fohlen oder Kälber. Sie können unmittelbar nach der Geburt stehen und laufen und wirken sehr selbständig. Zu den Nesthockern gehören Hund und Katze. Sie werden nackt und blind geboren auch ihr Gehörgang ist noch von einem Pfropf verschlossen. Allein hier finden wir schon viele Unterschiede zum Menschenbaby. Betrachten wir das Weinverhalten, das Weinen nach der Mutter, so wird es noch viel deutlicher.

Tragen von Babys beim Menschen „angeboren“?
Nestflüchter weinen nach der Mutter wenn sie diese nicht mehr sehen. Nesthocker weinen wenn sie aus dem Nest fallen. Im Nest sind sie sehr ruhig, damit kein Feind sie bemerkt. Menschenbabys weinen, sobald sie ihre Mutter nicht mehr spüren, wir haben ein stark ausgeprägtes Nähebedürfniss. In der Nomadenzeit war es klar wenn du mich nicht mit dir trägst werde ich weggetragen (von wilden Tieren). Was macht uns noch zum Tragling: unsere O Beine diese kommen nicht aus der Enge des Mutterleibes sondern sie sind ideal an unsere Hüfte angepasst auch die Fußsohlen der Neugeborenen zeigen zueinander. Nähert man sich einem Baby so hockt es seine Beinchen an - bereit getragen zu werden. Der Greifreflex dient dem Festhalten und beim Tragen werden die Oberschenkel zusammengedrückt. Für die Wissenschaft steht fest der Mensch ist ein aktiver Tragling.

Baby-Tragetuch verspricht emotionale Bindung
Ein weiterer sehr wichtiger Punkt für mich ist die emotionale Bindung. Kinder lieben Ihre Eltern bedingungslos (auch misshandelte Kinder) Wir Eltern müssen diese Bindung erst aufbauen. „Bonding“ ist in aller Munde, doch wusste ich lange nicht, dass dies meine Bindung ans Kind betrifft. Gerade Väter haben so die Möglichkeit eine schöne und intensive Beziehung zu ihrem Kind aufzubauen und die kindlichen Bedürfnisse durch Körperkontakt ganz bewusst zu erleben. Für Kinder erfüllt Tragen alle ihre Bedürfnisse. Es ist eine gute Basis für das Urvertrauen und auch das Nähebedürfnis wird erfüllt. Sie riechen die vertraute Person, sie hören die Stimme sie hören meist den vertrauten Herzschlag und sie werden behütet bewegt und in die Welt getragen. Man weiß, dass Kinder sich mit Körperkontakt besser entwickeln und nützt dies heute medizinisch bei Frühgeburten aus. Aber es gibt noch weitere Vorteile des Tragens das Taktile System (Tastsinn) und unser Gleichgewichtssystem werden geschult und über Bewegung werden viele Gehirnfunktionen und Verknüpfungen positiv beeinflusst. Die Ergotherapie arbeitet mit diesen Erkenntnissen und was für Störungen gilt, gilt natürlich auch für Gesunde. Man kann die gesamte Entwicklung durch Tragen positiv beeinflussen.

Tragen im Tragetuch ohne Schmerzen
Nun wie kann man Tragen ohne dabei Schulterverspannungen und Rückenschmerzen zu bekommen? Es gibt viele verschiedene Angebote vom Tragetuch über alternative Tragehilfen die man nicht binden muss. Wichtig ist, dass die Tragehilfe folgende Punkte erfüllt:

- die Spreiz-Anhockstellung
- der Rücken muss gestützt gehalten sein
- die optimale Körpertemperatur

Verfasst von Monika Siller am 16 Nov 2008

Produkte von Ingeborg Stadelmann

Die Hebamme Ingeborg Stadelmann hat für uns alle, die mit Frauen rund um die Geburt zu tun haben, wunderbare natürliche Helfer geschaffen und scheut keinen Weg und keine Mühen, uns an ihrem großen Erfahrungsschatz teilhaben zu lassen. Die Originalen Mischungen sind nicht nur mit viel Fachwissen der Hebamme in der Aromatherapie und Geburtshilfe zusammengestellt, sondern auch mit höchster Qualität der Grundöle versehen, und absolut „apotheken-rein“ in der Bahnhofsapotheke in Kempten gemischt. Dabei achte man immer auf das Gütezeichen (Original IS).

Naturprodukte von Hebamme Ingeborg Stadelmann
Diese Naturprodukte sind wirklich gut und haben für mein Empfinden einen sensationell günstigen Preis. Die begrenzte Haltbarkeit spricht für die Natur ohne Konservierungsstoffe! Die Öle, mit denen ich gerne als Physiotherapeutin bei meinen (nicht nur Frauen) arbeite, sind folgende:

Damm-Massage-Öl
für die Vorbereitung bzw. Nachbehandlung des Dammes.

Narbenöl
für die hartnäckigen Fälle mit derben Narbensträngen am Damm oder auch nach Kaiserschnitt; ja sogar in der Narbennachbehandlung unfallchirurgischer Verletzungsbilder war mir das Narbenöl schon eine große Hilfe.

Rose-Teebaum-Essenz
Das „Erste-Hilfe-Mittel“ für Verletzungen aller Art. Meine Empfehlung an alle Frauen für Geburtsverletzungen am Damm. Gibt es doch immer wieder nicht gut heilende Dammschnitte oder -risse im Wochenbett. Darf als rein ätherisches Öl sogar pur, aber sparsam, auf die Wunde getröpfelt werden. In der Schwangerschaft hat sich das Öl, auf einen Tampon getröpfelt oder in ein Rosenhydrolat gemischt, gut im Kampf gegen die lästigenVaginalpilze bewährt.

Rosenhydrolat
als Empfehlung für die Wöchnerinnen als natürliches Parfum, zur Babypflege oder auch als Heilmittel für die Narben am Damm. In der Behandlung von Pilzerkrankungen hat es sich ebenfalls bewährt.

Die Fülle der Öle ist groß, das Angebot am Markt nicht unerheblich. Bestimmt gibt es auch andere gute Öle im Handel. Wenn man aber von Ingeborg Stadelmann genau erklärt bekommt, worauf es bei der Herkunft, Auswahl, Mischung und Abfüllung der Öle ankommt, dann wird man kritischer als Fachperson. Und schließlich soll für Schwangere, Wöchnerinnen und Kinder nur das Beste zur Verfügung stehen.

Wer sich ein genaueres Bild machen möchte: www.bahnhof-apotheke.de.

Verfasst von Andrea am 15 Nov 2008

Laufen in der Schwangerschaft

Nicht umsonst sagt man, dass eine Schwangerschaft keine Erkrankung ist. Tatsächlich muss man auch nur auf wenige Dinge verzichten. Laufen ist eines der Dinge, die Sie ohne Bedenken auch weiterhin machen können. Keine Angst, dass die Erschütterung beim Laufen dem ungeborenen Kind schaden könnte. Laufen Sie so lange Sie sich dabei wohl fühlen, auch wenn es bis zur Geburt ist. Hauptsache Sie achten auf die Signale Ihres Körpers. Atemnot wäre ein sicheres Anzeichen dafür, dass Sie zu Power Walking oder schnellerem Gehen wechseln sollten. Alles was extrem ist, ist für die Schwangerschaft nicht geeignet, alles was Spaß macht, aber umso mehr.

Was gilt es beim Laufen in der Schwangerschaft zu beachten?
Da Ihre Gelenke in der Schwangerschaft nachgiebiger sind, sind gut gepolsterte Laufschuhe sehr wichtig und zu bevorzugen sind ganz bestimmt ebene, sichere Laufstrecken. Sie sollten darauf achten, dass sie nicht stürzen und auf den Bauch fallen. Ungeübte, die gehört haben Sport sei förderlich, sollten jetzt aber nicht mit dem Laufen anzufangen, besser Sie halten sich an Ihre herkömmlichen Sportarten – Walken ist immer eine gute Alternative.

Also auf in die Laufschuhe und ab in die Natur. Denken sie immer daran: Wenn Sie sich nach dem Sport besser fühlen als zuvor, haben Sie es richtig gemacht.

Verfasst von Andrea am 14 Nov 2008

Tee in der Schwangerschaft

Die ausreichende Zufuhr von Flüssigkeiten ist sehr wichtig für schwangere Frauen und um seinem Körper etwas Gutes zu tun, trinken viele Frauen nun vermehrt Tee. Das ist auch sehr sinnvoll denn Tee wird ungezuckert besonders empfohlen. Das Baby benötigt Flüssigkeit als „Transporteur“ für Nährstoffe, für Stoffwechselprozesse und auch für den eigenen Kreislauf. Für die Mutter ist Flüssigkeit ebenfalls wichtig. Denn jetzt vergrößert sich ihr Blutvolumen und der Wasserumsatz im Stoffwechsel nimmt zu. Idealerweise sollten schwangere Frauen 2,5 bis 3 Liter pro Tag trinken.

Sind alle Teesorten für Schwangere geeignet?
Natürlich sind nicht alle Teesorten gut geeignet. Beispielsweise sollte man entwässernde Tees weglassen, auch wenn man das Gefühl hat gerade jetzt wären sie wohltuend. Brennesseltee und Co. Stehen erst nach der Stillzeit wieder auf Ihrer Teekarte. Koffeinhaltige Tees wie grüner oder weißer Tee sind auch mit Vorsicht zu genießen, wobei grüner Tee auch einige Vorteile zu bieten hat: Er ist belebend und enthält Mineralstoffe wie Eisen, Zink, Magnesium, Kalzium, Kalium und Fluor. Er senkt den Blutdruck, verbessert die Sauerstoffaufnahme in den Organen und fördert die Verdauung. Er ist also Kaffee und schwarzem Tee unbedingt vorzuziehen. Aber auch nur in Massen – versteht sich.

Tee aus Himbeerblättern fördert Wehen
Bei koffeinhaltigen Tees kann man die Wirkung auch abschwächen, indem man die Teeblätter einfach weniger lang ziehen lässt und der Tee auf diese Weise schwächer wird. Schwarzer Tee übrigens ins ein echter Eisenräuber, besser Sie trinken ihn nicht während der Schwangerschaft. Der bekannteste Schwangerschaftstee ist Tee aus Himbeerblättern. Ein traditioneller Wehenförderer der das Gewebe des Beckenbodens und der Gebärmutter lockert. Aber trinken Sie ihn erst ab der 36. SSW! Ebenfalls wehenanregend sollen Aufgüsse aus Brombeerblättern, Schafgarbe, Eisenkraut, Kreuzkümmel und Frauenmantel sein.

Ihr Apotheker weiß Bescheid über die richtige Teemischung in der Schwangerschaft und damit wären Sie auch auf der sicheren Seite.

Verfasst von Karin am 13 Nov 2008

Schwimmen in der Schwangerschaft

Schwimmen ist der Schwangerschaftssport schlechthin. Es gibt dabei praktisch keine Verletzungsgefahr und die Schwangere spürt aufgrund des Auftriebs ihr Gewicht nicht mehr. Rücken und Gelenke werden so entlastet, Kreuzschmerzen wird vorgebeugt und nicht nur das: Durch kaltes Wasser wirken Kältereize auf den Körper, die zur Abhärtung gegen Erkältungskrankheiten führen.

Warum Schwimmen für Schwangere nahezu ideal ist…
Schwimmen für Schwangere ist durch den Wasserdruck außerdem eine hervorragende Krampfadernprophylaxe. Er ist vergleichbar mit einem Stützstrumpf. Auch das Bindegewebe wird gestrafft, toll gegen Cellulite. Die Gebärmutter wird sehr gut durchblutet und nicht zuletzt beeinflusst Bewegung die Darmtätigkeit günstig, was Verstopfungen entgegenwirkt.

Ist Schwimmen in der Schwangerschaft gefährlich?
Ein großes Gegenargument ist das befürchtete Infektionsrisiko bei der Benützung öffentlicher Schwimmbäder. Sofern es sich aber um ein öffentliches Bad handelt, dass die allgemeinen Hygienevorschriften berücksichtigt, besteht keine Gefahr, da die Kontrollen sehr streng sind. Natürlich sollten Sie sich aber im Klaren darüber sein, dass Ihre Immunabwehr wegen des veränderten Säureniveaus in Ihrer Scheide herabgesetzt. Das ist der Grund warum Sie Whirlpools besser meiden sollten – warmes Wasser und kleine Becken – diese Kombination birgt ein höheres Risiko für das Vorkommen von Bakterien und Pilzen. Das Sitzen auf Sesseln im Hallenbad oder nasse Badeanzüge können eine Infektion begünstigen. Daher sollten Sie nach dem Schwimmen sofort zu duschen bzw. den Badeanzug sofort wechseln und gründlich abtrocknen.

Wassergymnastik ist natürlich das Non Plus Ultra für werdende Mütter, informieren Sie aber Ihren Trainer über Ihre Schwangerschaft, denn manche Übungen könnten nicht so gut für Sie geeignet sein.

Auch wenn Schwimmen eine geeignete Sportart für Schwangere ist: Frauen, die am Schwimmen keinen Spaß finden und auch sonst das Wasser nicht besonders mögen, sollten sich nicht dazu zwingen, es soll ja auch Spaß machen. Wer sich allerdings für das Wasser entscheidet, profitiert von seinen Eigenschaften.

« Prev - Next »