Verfasst von Martina am 10 Okt 2008
Kastanien und anderes Kinderspielzeug aus der Natur
Ich habe kürzlich festgestellt, dass ich doch ein richtiger Natur-Spielzeug-Liebhaber bin in einer Gesellschaft in der Plastik und Dingl-Dangl-Computerspiele die Welt regieren. Gibt es doch nichts Schöneres als einen lieben Kleinen an der Hand zu schnappen und unter herbstlich gefärbten Bäumen Kastanien zu sammeln.
Kann man hier doch nicht nur den fast unablässigen täglichen Spaziergang mit etwas Aktion füllen sondern einfach eine Grundlage für den nächsten Bastelabend schaffen, ohne lange im Einkaufzentrum nach den passenden Materialien zu suchen. Und wenn man als Erwachsener ohne Kinder einen Spaziergang durch die Herbstlandschaft unternimmt, ist man fast neidisch, dass man keine kleine “Ausrede” an der Hand hat, die einem das Sammeln von Kastanien erlaubt.
Kinderbeschäftigung geht ganz von alleine.
Habe ich letztes Wochenende erst erlebt, wie meine Fast-Nichte, voller Freude all Ihr Hightech-Kinderspielzeug in die Ecke warf und sich voller Hingabe dem Erschaffen eines aus der Urzeit stammenden, sehr gefährlichen, Kastanien-Dinos widmete. Diesem folgte dann die zu rettende Kastanien-Prinzessin, der Kastanien-Ritter und dessen Kastanien-Pferd. Ich durfte in der ganzen Geschichte leider nur noch den hinkenden Kastanien-Hund gestalten, der nur eine sehr kleine Rolle im Kastanien-Märchen spielen durfte, aber schlussendlich war ich froh überhaupt an dem gemütlichen Abend teilnehmen zu dürfen.
Haben Sie schon mal gesehen, wie die Phantasie mit Kindern durchgeht? Echt der Wahnsinn. Und dazu braucht man bloß ein paar Kastanien und ein paar passende Zahnstocher… Ganz ohne Hightech.







